Die Ansiedlung großer Rechenzentren birgt die realistische Chance, im rheinischen Braunkohle-Revier ein Ökosystem der Digitalwirtschaft mit zahlreichen neuen Arbeitsplätzen zu etablieren und damit einen bedeutenden Beitrag zum Strukturwandel zu leisten. Zu diesem Schluss kommt die CDU-Fraktion im Regionalrat Düsseldorf, nachdem ein sogenannter Aufstellungsbeschluss für eine Regionalplan­-Änderung im Gebiet der Stadt Grevenbroich gefasst wurde. Damit soll auf einem rund 23 Hektar großen Gebiet nordwestlich des Industriegebiets Ost, das derzeit als allgemeiner Freiraum- und Agrarbereich ausgewiesen ist, Platz für ein sogenanntes Hyperscale-Rechenzentrum geschaffen werden.

„Von der Schlüsselansiedlung eines oder mehrerer solcher Hyperscale-Rechenzentren würde eine Anziehungskraft für weitere Internet-Unternehmen ausgehen, die zusätzliche Jobs in der Digitalwirtschaft zur Folge hätte“, so CDU-Fraktionschef Hans Hugo Papen. „Hyperscaler sind Voraussetzung für Digitalparks mit vierstelligen Arbeitsplatzzahlen, von denen wir in unserer Region alle profitieren können“, erklärt Dirk Brügge, der Geschäftsführer der Christdemokraten.

Fraktionsvize Manfred Läckes unterstreicht vor allem die Bedeutung der bereits vorhandenen Infrastruktur für ein solches Mega-Projekt: „Das Revier verfügt durch die Braunkohle-Verstromung über ein sehr dichtes Höchstspannungsnetz mit entsprechend vielen Anschlüssen und Umspannwerken, das für die Versorgung von Hyperscalern mit einer Leistungsaufnahme von 50 bis 150 Megawatt benötigt wird.“ Was die Union außerdem zuversichtlich stimmt: Das bisherige Tagebaugebiet verfügt über eine hohe Bevölkerungszahl im Umkreis von 200 Kilometern. „Das bedeutet, dass sehr viele Menschen mit sehr geringen Reaktionszeiten, die immer bedeutender werden für digitale Waren und Dienstleistungen, erreicht werden können", heißt es.

Anlass für die 16. Änderung des Regionalplans ist ein Antrag der Stadt Grevenbroich und die Suche eines international tätigen Konzerns nach drei Standorten für die Errichtung von Rechenzentren. Für die Ansiedlung in Gänze ist es nach Angaben des Investors unabdingbar, dass sich die drei Standorte in räumlicher Nähe zueinander befinden. Auf der Suche nach geeigneten Flächen haben sich zwei Standorte im Regierungsbezirk Köln konkretisiert, und aufgrund der räumlichen Lage wird Grevenbroich als dritter Platz präferiert. Ziel der Änderung ist es, zur Transformation der Wirtschaft beizutragen und eine Signalwirkung für weitere Ansiedlungen von High-Tech-Betrieben auszulösen.

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