Die Städte und Gemeinden bekommen mehr Optionen, neue Wohngebiete zu entwickeln. Das sieht die erste Änderung des Regionalplans Düsseldorf vor, für die sich der Regionalrat mit großer Mehrheit ausgesprochen hat. „Wir stellen uns der sozialpolitischen Verantwortung, das Menschenrecht auf Wohnen zu gewährleisten und haben dies in einen guten und vernünftigen Ausgleich mit den Belangen der Landwirtschaft sowie des Natur- und Klimaschutzes gebracht“, so CDU-Fraktionschef Hans Hugo Papen nach der wegen Corona in den Radschlägersaal der Rheinterrasse in Düsseldorf verlegten Sitzung. Man habe den Kommunen mit dem Konzept „Mehr Wohnbauland am Rhein“ einen Rahmen geboten, „weitere Neubaugebiete auszuweisen, aber wir zwingen niemanden, diesen Rahmen auch voll auszuschöpfen“.

Zuvor hatte die Bezirksregierung 250 Flächen nach lokalem beziehungsweise regionalem Bedarf analysiert. Nach der Erstellung einer Rangfolge unter Gesichtspunkten wie Verkehrsanbindung und Umweltverträglichkeit sind 100 Areale ausgewählt worden. Rund 1000 Hektar für konkrete Projekte in den Flächennutzungsplänen werden den Städten und Gemeinden auf diese Weise neu eröffnet. „Wir haben uns sehr ernsthaft mit der Thematik beschäftigt. Das Ranking ist ein gutes Konzept, um auch in herausfordernden Suchräumen zumindest die Standorte zu identifizieren, die im Vergleich die geringsten Auswirkungen haben“, betont Dirk Brügge, der Geschäftsführer der Regionalrats-CDU, der von „einem fairen Kompromiss“ spricht, der „die Tore weit, aber verantwortungsbewusst öffnet für die dringend benötigte Schaffung neuen Wohnraums“.

Nach der ersten Regionalplan-Änderung können Städte ihren Bedarf unter anderem durch mehr Innenverdichtung decken. „Wir haben aber auch im Freiraum gelegenen Ortsteilen eine bedarfsgerechte und an die Infrastruktur-Ausstattung angepasste Siedlungsentwicklung ermöglicht“, unterstreichen Manfred Läckes und Michael Müller, die stellvertretenden Vorsitzenden der CDU im Regionalrat.

Seit dem Sommer vergangenen Jahres ist die Regionalplanung im intensiven und konstruktiven Austausch mit Bürgern, Verbänden, Vereinen und anderen Initiativen, um möglichst viele Ideen zu berücksichtigen und Alternativen zu diskutieren. Die klassischen Offenlagen ergänzte die Bezirksregierung dabei um Telefon-Sprechstunden, Erklär-Videos und eine interaktive Online-Karte. Das Ziel war immer gleich: „Mehr Wohnbauland für die Menschen in der Region.“

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