Die CDU-Fraktion im Regionalrat Düsseldorf möchte möglichst vielen Menschen den Zugang zu den kulturellen Angeboten am Niederrhein, an der Rheinschiene und im Bergischen Land eröffnen. Deshalb stimmten ihre Mitglieder jetzt für die Prioritätenliste zur Projektförderung im Rahmen der regionalen Kulturpolitik 2020. „Die Kultur spricht Seele, Herz, Glauben und Verstand an, sie stiftet Identität und verbindet. Und damit ist klar: Kultur gehört nicht nur in die Städte, sondern auch in die Fläche – von Emmerich bis Dormagen“, so Fraktionschef Hans Hugo Papen.

„Trotz ihrer oft prekären Haushaltslage leisten Kommunen und freie Träger immer noch Beachtliches für das kulturelle Leben unserer Region. Das wollen wir, soweit dies in unserer Macht steht, unterstützen“, ergänzt Dirk Brügge, der Geschäftsführer der Regionalrats-CDU. Maßgeblich gefördert werden soll etwa der Aufbau des Museumsnetzwerks Rhein-Maas durch den Kulturraum Niederrhein e. V. Für eine Finanzspritze im Bergischen Land empfohlen wurde unter anderem das Musikfestival Viertelklang der Stadt Remscheid, an der Rheinschiene stehen zwei Projekte des „Impulse Theater Festival“ im Blickpunkt.

„Die Kultur ist einer der wichtigsten Bereiche für ehrenamtliches Engagement neben Kirche, Sport und Sozialwesen. Viele Einrichtungen würden ohne Ehrenamt nicht mehr existieren oder wären gar nicht erst entstanden. Wir möchten sie unterstützen und möglichst vielen Menschen den Weg zu ihren Angeboten ebnen“, so Manfred Läckes, der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Union. Schon im Jahr 2019 seien alle Förderentscheidungen entsprechend den Empfehlungen des Regionalrats getroffen und alle beantragten Förderungen gewährt worden. Die Kulturszene habe sich die weitere Unterstützung der öffentlichen Hand redlich verdient.

Derzeit kann noch keine verlässliche Aussage über die 2020 genau zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel getroffen werden. Aufgrund der Ankündigung der Landesregierung, die Mittel für die Kulturförderung nicht kürzen zu wollen, haben sich die Gremien an den Vorjahresansätzen von 300.000 bis 350.000 Euro orientiert. Im Bereich der Bezirksregierung Düsseldorf sind die Kulturregionen historisch gewachsene Landschaften. Sie sind jedoch nicht strikt voneinander abgegrenzt. Während für die grenzübergreifenden Regionen Bergisches Land und Rheinschiene die Bezirksregierungen Köln und Düsseldorf je nach Sitz beziehungsweise Wohnort des Antragstellers die Zuständigkeit gemeinsam wahrnehmen, ist für die Kulturregion Ruhrgebiet die Zuständigkeit der Bezirksregierung Arnsberg festgesetzt worden.

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