Der Regionalrat Düsseldorf ist sich seiner Verantwortung bei der Gestaltung des Strukturwandels im rheinischen Braunkohle-Revier bewusst und wird seinen Beitrag durch entsprechende Änderungen des Regionalplans leisten. Das geht aus einer von der CDU-Fraktion initiierten Resolution hervor, die jetzt beschlossen worden ist. „Diese Änderungen können Chancen für mehr Wohnraum durch zusätzliche Siedlungsbereiche, mehr Flächen für weitere Gewerbe- und Industriegebiete oder für neue Verkehrswege eröffnen“, so Hans Hugo Papen, der Vorsitzende der Union im Regionalrat. Die Zukunftsagentur Rheinisches Revier sei dabei ein Hauptakteur, und die CDU-Fraktion werde sich in den Strukturwandel intensiv einbringen.

„Das Revier ist in den kommenden Jahrzehnten die größte Landschaftsbaustelle Europas, und es gilt, diesen räumlichen Wandel so zu gestalten, dass neue Standortqualitäten für Wohnen und Arbeiten entstehen“, ergänzt Dirk Brügge, der Geschäftsführer der Unionsfraktion. Das aus der vom Tagebau betroffenen Gemeinde Jüchen stammende Regionalratsmitglied Thomas Weiter sieht „die einmalige Chance für eine Neuordnung des Raumes durch eine zukunftsfähige Wirtschafts-, Siedlungs-, Verkehrs- und Freiraum-Entwicklung in enger Abstimmung mit den betroffenen Kommunen“.

In der Resolution ist von der „Transformation zu einer Modellregion“ die Rede. „Der Regionalrat Düsseldorf sieht in den Eckpunkten eines regional abgestimmten Wirtschafts- und Strukturprogramms der Zukunftsagentur Rheinisches Revier die richtige Weichenstellung zur Bewältigung des Strukturwandels. Dieser muss von einem massiven Einsatz von Investitionen in den Raum, in zukunftsfähige Infrastrukturen, Bildung und Innovation begleitet werden“, heißt es.

Bei der Änderung des Regionalplans will der Regionalrat insbesondere die Potenziale des Reviers als Entlastungsraum für die naheliegenden Zentren wie Düsseldorf oder Köln einbeziehen. Ein besonderes Augenmerk legt er außerdem auf die Sicherung der energieintensiven Industrie. „Sie steht im internationalen Wettbewerb und leistet einen großen Beitrag zur Wertschöpfung und zur Beschäftigung. Hierunter fallen insbesondere die Papier-, Chemie-, Glas-, Stahl- und Metall-Industrie sowie die Nahrungs- und Futtermittel-Branche. Die Wirtschaft und die Arbeitsplätze im Revier sind daher stärker als irgendwo sonst in Deutschland auf eine dauerhaft verfügbare und sichere Energieversorgung zu international wettbewerbsfähigen Preisen angewiesen“, so die Christdemokraten.

Bei allem gelte es, „modellhafte Konzepte für eine Wirtschaft der Zukunft mit experimentellen Ansätzen zu Infrastruktur, Mobilität, Nutzungsvielfalt und -dichte sowie klima- und raumverträglicher Inanspruchnahme der Ressource Boden zu erproben“, wie es in der Resolution zu lesen steht. Nicht zuletzt will der Regionalrat ein zusammenhängendes Freiraumsystem sichern und „eine klimawandel-resiliente Folgelandschaft mit hoher regionaler Wertschöpfung ermöglichen“. Durch Fach- und Bauleitplanungen könnten die Projekte konkretisiert werden.

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