Das Ergebnis der repräsentativen Forsa-Umfrage zur Nachhaltigkeit in Nordrhein-Westfalen ist keineswegs ein Argument für eine schnelle Abkehr von der Braunkohle, wie das von den Grünen geführte Umweltministerium als Auftraggeber behauptet. Diese Auffassung vertritt die CDU-Fraktion im Regionalrat Düsseldorf. Die Christdemokraten führen dafür eine umfangreiche Stellungnahme von Forsa-Gründer und Geschäftsführer Manfred Güllner ins Feld, der die Interpretation seiner Untersuchung heftig kritisiert hat. „Gefragt wurde nämlich gar nicht danach, ob man einen Braunkohle-Ausstieg fordere oder nicht“, erklärt CDU-Fraktionschef Hans Hugo Papen. Den Befragten seien vielmehr 23 Maßnahmen vorgegeben worden, zu denen die Einschätzung erbeten wurde, wie wichtig es für die Landesregierung wäre, etwas für das Erreichen der Nachhaltigkeitsziele zu tun. Das Resultat war eindeutig: 14 der 23 aufgeführten Handlungsfelder waren den befragten Bürgerinnen und Bürgern wichtiger als der Ausstieg aus der Braunkohle.

„Es gehört schon eine gehörige Portion Dreistigkeit hinzu, wenn der grüne Umweltminister da etwas hineininterpretiert, das in seine Politik passt, aber mit der Umfrage wenig zu tun hat“, kritisiert Dirk Brügge, der Geschäftsführer der Regionalrats-CDU. „Ein schneller Ausstieg aus der Braunkohleförderung in Nordrhein-Westfalen wird... nur von einer Minderheit von 36 Prozent aller Befragten als sehr wichtig eingestuft“, hatte Güllner klargestellt. Auch die Interpretation, dass der Widerstand gegen die Braunkohle am linken Niederrhein besonders hoch sei, entspreche nicht den Befunden der Untersuchung. O-Ton Güllner: „Weder fordert eine Mehrheit der Bürger in Nordrhein-Westfalen den raschen Ausstieg aus der Braunkohle, noch wächst der Widerstand gegen Abbau und Verstromung von Braunkohle – erst recht nicht im rheinischen Braunkohlerevier, wo die Braunkohle nach wie vor – wie eine Vielzahl von Forsa­-Untersuchungen belegen – als bedeutender Wirtschaftsfaktor hoch geschätzt wird.“

Für die CDU im Regionalrat ist klar: „Der grüne Umweltminister muss ein Fan von Pippi Langstrumpf sein: Ich mach' mir die Welt, wie sie mir gefällt“, so Manfred Läckes und Michael Müller, die stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden. Die CDU setzt sich für eine günstige und sichere Energieversorgung ein: „Dabei ist die Nutzung der Braunkohle eine wichtige Brückentechnologie auf dem Weg in die Zukunft. Wir haben schon von großen rheinischen Industriebetrieben gehört, die mehrmals im Jahr ihre Anlagen abschalten mussten, weil die Stromnetze zu stark belastet waren. Die Braunkohle dagegen sichert eine kontinuierliche Energieversorgung.“

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