Die Städte im Regierungsbezirk Düsseldorf müssen lebenswert bleiben und an den sozialen und wirtschaftlichen Wandel angepasst werden. Dieser Auffassung ist die CDU-Fraktion im Regionalrat, dessen Strukturausschuss sich jetzt mit dem Städtebauförderprogramm 2016 beschäftigt hat. Im Mittelpunkt stehen sogenannte Stadterneuerungsmaßnahmen, die im Planungsraum des Regionalrats mit insgesamt 32,2 Millionen Euro gefördert werden.

„Ob die Sanierung von Schloss Burg in Solingen, das Innenstadtkonzept für Rheydt oder der Umbau des Bahnhofsausgangs in Dormagen – alle Projekte tragen in hohem Maße dazu bei, die Beschäftigung im örtlichen Handwerk und im regionalen Baugewerbe zu sichern“, so Fraktionschef Hans Hugo Papen. „Die Fördermittel werden die Infrastruktur in unseren Städten genauso unterstützen wie den Kampf gegen dauerhaft leer stehende Geschäfte und Wohnungen“, ist CDU-Fraktionsgeschäftsführer Dirk Brügge überzeugt.

Die Kommunen waren zuvor aufgerufen worden, ihre Vorhaben zum Städtebauförderprogramm 2016 anzumelden. Letztlich ins Auge gefasst werden unter anderem Projekte in Grevenbroich, Remscheid, Velbert und Wuppertal. Auch Vorhaben in Viersen, Willich, Wülrath, Geldern, Kevelaer und in anderen Städten im Planungsraum des Regionalrats kommen zum Zug. „Wir möchten nicht nur den baulichen Zustand von Stadtteilen verbessern, die von einer hohen Arbeitslosigkeit und einem niedrigen Bildungsniveau geprägt sind. Wir möchten vielmehr auch die Lebensqualität ihrer Bewohner wiederherstellen, erhalten oder verbessern“, so Manfred Läckes und Michael Müller, die stellvertretenden Vorsitzenden der Union.

Neben dem städtebaulichen Denkmalschutz zur Förderung von historischer Bausubstanz setzen die Christdemokraten auch auf den Umbau von Kommunen, die unter einer demografisch und ökonomisch rückläufigen Entwicklung leiden. „Nicht mehr bedarfsgerechte Einrichtungen sowie zahlreiche Brachflächen verdeutlichen den Handlungsbedarf. Daher müssen wir Stagnation und Schrumpfung auch als Chance begreifen, neue Impulse für Standorte mit Zukunft zu geben“, heißt es in der CDU. Bei den im Städtebauförderprogramm verankerten Vorhaben gelte es nach einer fundierten Bestandsaufnahme der Stärken, Schwächen und Potenziale eines Viertels eine breite Beteiligung der Bevölkerung, der Gewerbetreibenden und der Wirtschaft zu erreichen. „Diese Bürgerbeteiligung führt zur Identifizierung der Bewohner mit ihrem Quartier und löst oft ein bemerkenswertes Engagement aus“, heißt es.

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