Der Entwurf des künftigen Regionalplans erfüllt in mehreren Teilen nicht die Wünsche der Wirtschaft in Krefeld. Mit dieser Erkenntnis im Gepäck kehrte die CDU-Fraktion im Regionalrat Düsseldorf jetzt von einem Ortstermin zurück. „Wir haben den Zeitaufwand nicht gescheut und sind um weitere Informationen bemüht, um eine sachgerechte Entscheidung treffen zu können“, so Fraktionschef Hans Hugo Papen nach Gesprächen mit Vertretern der Industrie- und Handelskammer und der Stadt. Papens aus Krefeld stammender Stellvertreter Manfred Läckes brachte die Kritik der heimischen Wirtschaft auf den Punkt: „Sie fürchtet, dass die Reserve an Gewerbeflächen in den nächsten fünf Jahre zur Neige geht.“ Dann könne man den Unternehmen keine adäquaten Flächen mehr für Neuansiedlungen, Expansionen und neue Jobs anbieten. „Wir werden das noch einmal genau beleuchten“, verspricht Läckes.

   Die Christdemokraten erfuhren, dass der Gewerbeflächenbedarf Krefelds nach Auffassung der Kritiker nicht genügend, das geplante interkommunale Gewerbegebiet mit der Nachbarstadt Meerbusch nur unzureichend und die erforderliche Erweiterung des Krefelder Hafens im Regionalplan-Entwurf gar nicht berücksichtigt wird. Eine Bustour führte die CDU-Politiker, die darüber entscheiden, unter anderem in die Gewerbegebiete „Werkkontor“, „LogWerk“, „Fichtenhain“, „Europapark Fichtenhain A“ und „Campus Fichtenhain“.

    Seit 2009 sind in der Stadt rund 607.000 Quadratmeter an Flächen verkauft worden. „Wo es geht und wirtschaftlich umsetzbar ist, entwickeln wir zusätzlich aus dem Bestand heraus“, hieß es bei der Wirtschaftsförderung (WFG) Krefeld. Aber allein durch die Revitalisierung brach liegender Grundstücke könne man die Nachfrage nicht bedienen. Schon jetzt müsse man ansiedlungswillige Unternehmen ziehen lassen. Auf neuen Gewerbeflächen versucht die Stadt, den industriellen Strukturwandel zu meistern und den Arbeitsplatzabbau zu kompensieren. Um sogenannte Überschwappeffekte aus Düsseldorf nutzen und weitere Dienstleister aus der Logistikbranche ansiedeln zu können, brauche Krefeld allerdings 250 Hektar verfügbare Gewerbeflächen, auf denen neue Stellen etwa für Langzeitarbeitslose geschaffen werden könnten, wie es hieß. Das entlaste den kommunalen Haushalt und trage zur Integration von Menschen bei, die es auf dem Arbeitsmarkt schwer hätten, so die örtlichen Fachleute. Die Mitglieder der CDU-Regionalratsfraktion wollen sich des Themas in den nächsten Wochen annehmen.

 

 

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