Der Regionalrat Düsseldorf hat die Bezirksregierung gebeten, die erste Konkretisierung der sogenannten Nachnutzungsplanung für die Tagebau-Folgelandschaft Garzweiler weiter voranzutreiben. „Damit nimmt der Strukturwandel im Rheinischen Revier konkrete Formen an. Mögen uns die Projekte auch noch zeitlich weit entfernt erscheinen, so müssen doch schon jetzt Nägel mit Köpfen gemacht werden für Akzente, die Städtebau, Wirtschaft und Tourismus in Zukunft prägen werden", so Manfred Läckes, der Vorsitzende der CDU-Regionalratsfraktion.
Die jetzt von den zuständigen Politikern erörterte regionalplanerische Konkretisierung für die Tagebau-Folgelandschaft sieht etwa eine größere Siedlungsentwicklung in Jüchen vor. „Beabsichtigt ist die Erweiterung der Hauptortslage in Richtung Süden auf größtenteils rekultivierten, ehemaligen Tagebauflächen“, berichtet Dirk Brügge, der Geschäftsführer der Regionalrats-CDU. Die abschließende Zielgröße sei noch offen, voraussichtlich solle der neue Stadtteil Wohnraum und Infrastruktur für bis zu 3000 Menschen beinhalten. Die geplante Siedlungsfläche beträgt 20 Hektar, welche in einen 55 Hektar großen Landschaftsraum eingebettet sein wird.
Der Braunkohlenplan des Landes sieht die Schaffung eines Sees nach Ende des Braunkohle-Tagebaus vor. Dieser See wird mit ansteigendem Grundwasser und Wasser aus dem Rhein befüllt und in einigen Jahrzehnten zu den größten Gewässern in Nordrhein-Westfalen gehören. Im Zusammenhang mit der erfolgreichen Bewerbung für die Durchführung der Internationalen Gartenausstellung 2037 und der vom Zweckverband Landfolge erarbeiteten Masterplanung „Seeentwicklung“ wird auch die Ansiedlung verschiedenster Nutzungen der Freizeit und Touristik diskutiert. „Dies betrifft in unserer Planungsregion Wanlo und Hochneukirch. Da geht es um Vorhaben wie Hafen, Camping oder Gastronomie, die das heutige Revier künftig attraktiv machen werden", so Thomas Welter, der den Rhein-Kreis Neuss im Regionalrat vertritt.
Auch das erweiterte Tagebauumfeld gerät in den Blick der Regionalpolitiker. Das Elsbachtal etwa ist im Regionalplan bereits als gewerblich-industrieller Bereich mit der Zweckbindung „Überregional bedeutsamer Standort“ für eine interkommunale Zusammenarbeit der Städte Grevenbroich, Jüchen und Mönchengladbach gesichert. Der Standort Frimmersdorf hat unter Beteiligung des Rhein-Kreises Neuss, der Stadt Grevenbroich, des Landschaftsverbands Rheinland sowie der Firma RWE ein erfolgreiches Werkstattverfahren durchlaufen, im Rahmen dessen erfolgversprechende Zukunftsoptionen herausgearbeitet wurden. Dazu gehören die Eignung als Standort für Rechenzentren, Gewerbe sowie kulturelle Einrichtungen und Veranstaltungsflächen. Die Bezirksregierung Düsseldorf und die Stadt Grevenbroich sind dazu im Austausch.
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