Verunreinigungen von Boden oder Grundwasser müssen wirksam bekämpft werden, damit von ihnen dauerhaft keine Gefahr mehr für Mensch, Tier oder Haus ausgeht. Diese Meinung vertritt die CDU-Fraktion im Regionalrat Düsseldorf nachdem der Ausschuss für Mobilität, Umwelt und Klimaschutz grünes Licht für die Dringlichkeitsliste „Gefährdungsabschätzung und Sanierung von Altlasten 2022“ und die Förderliste für Maßnahmen des Bodenschutzes gegeben hat. Die voraussichtlichen zuwendungsfähigen Gesamtkosten der Vorhaben im Plangebiet des Regionalrats belaufen sich auf 2,1 Millionen Euro. Bei einem Fördersatz von 80 Prozent ergibt sich insgesamt ein Zuwendungsbetrag in Höhe von über 1,7 Millionen Euro. „Das zeigt, dass uns die Bedeutung des Themas sehr wohl bewusst ist“, betont CDU-Fraktionschef Hans Hugo Papen.

   „Ein festgestellter Altlastenverdacht führt im Allgemeinen zum Wertverlust eines Grundstücks, so dass spätestens bei Nutzungsänderung oder Verkaufsabsicht der Bedarf besteht, Nägel mit Köpfen zu machen“, betont Dirk Brügge, der Geschäftsführer der Union. Deshalb setze sich die CDU-Fraktion jedes Jahr von neuem für die Förderungen ein. „Die Dringlichkeitsstufen werden dadurch bestimmt, ob im Einzelfall für Leben oder Gesundheit, das Trinkwasser oder die Bodennutzung eine Gefahr oder der begründete Verdacht einer Gefahr besteht. Da bleiben wir am Ball“, erklärt Fraktionsvize Manfred Läckes.

   Für das Planungsgebiet des Regionalrats sind insgesamt zehn Maßnahmen für die Dringlichkeitsliste 2022 vorgeschlagen worden, die auch allesamt berücksichtigt werden sollen. Bei den Vorhaben handelt es sich zum Teil um die Weiterführung laufender Projekte, bei denen der nächste Bearbeitungsschritt beantragt worden ist. Dies betrifft etwa die Sanierung des Alt-Standorts „Am Kaiserhof“ in Erkrath. Der Kreis Viersen plant hingegen nach der systematischen Erfassung von Altlastenverdachtsflächen weitere Untersuchungen. Bei den übrigen Förderprojekten handelt es sich um neue Maßnahmen. So beabsichtigt die Stadt Krefeld im Wohngebiet „Randstraße“ eine Gefährdungsabschätzung durchzuführen. Dabei ergibt sich der hinreichende Verdacht dadurch, dass bei vorausgegangenen Stichproben Ablagerungen aus Hausmüll und Aschen mit Kohlenwasserstoff-Belastungen gefunden wurden.

   Die Stadt Remscheid möchte auf der bekannten Dioxinverunreinigung des ehemaligen Sportplatzes „Neuenkamper Straße“ eine Bodensanierung durchführen, um auf dem Gelände einen neuen Sportplatz errichten zu können. Der Rhein-Kreis Neuss plant auf dem Alt-Standort „Krempel + Voss“ in Kaarst, auf dem in der Vergangenheit ein Chemie-Großhandel ansässig war, eine Gefährdungsabschätzung. Grundlage bildet eine Untersuchung, bei der leichtflüchtige chlorierte Kohlenwasserstoffe nachgewiesen worden sind.

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